Stephan Kleineberg

 

1956
geb. in Hannover
1980 - 85
Studium Kommunikationsdesign/Medienillustration FH Hamburg, Diplom
1985 - 87
Designer bei "Claro - Parts", Hannover
1986 - 89
tätig als Maler/Plastiker
Action - Painting - Performance "Innere Unruhe"
Mitbegründer "Unternehmung Strousberg", Hannover
20 Künstler arbeiten und experimentieren auf 1000 qm
1990
Mitbegründer der Ateliergemeinschaft Falkenstraße
1992
Skulpjekt - Ausstellung, Atelier Block 16, Hannover
"Wandgut", Ausstellung im Tanztheater Hannover
17. Kunstmarkt Hannover
1993
18. Kunstmarkt Hannover
verschiedene Ausstellungsbeteiligungen
1994
Kunstverein Gifhorn, Einzelausstellung,
Rauminstallation "Andenken"
"Wintergärten", Hannover
19. Kunstmarkt Hannover
1995
78. Herbstausstellung Niedersächsischer Künstler, Kunstverein Hannover, Rauminstallation "Tonwagen"
"Gift - Trucizna", Rauminstallationen polnischer und deutscher Künstler, "Laiber"
1996
"Wurzelhaubenflechte" Sulpjekt-lnstallation, Herrmannshof Völksen/Springe
Galerie HO Berlin, Rauminstallation und Malerei,
Kleineberg & Georgus - "Nester" -
Installation in Posen, deutsch-polnischer Künstler-Austausch
1997
Große - Nordrheinwestfälische Kunstausstellung, Düsseldorf
Kleinplastik in Norddeutschland", Galerie Kolbien, Garbsen
Installation "Markt-Lücken", Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Holzminden
1998
" Sie-Zen - Du-Zen" - Geflechte und andere Installationen
Kunsthalle Faust, Hannover
"Blaulicht-Haube", Kunstaktion "Geschlossene Gesellschaft" Nikolai-Friedhof, Hannover
"Markt-Lücke", Skulpjekte im Supermarkt, anlässl. der Lindener Kulturtage
"Drei Künstlergenerationen", Kunstverein Neustadt
2001
"Zehn Künstler bei Falkenberg", Hannover
2002
Ausstellungs-Beteiligungen
Text
Text
Durch Gasbeton - "Schnitzereien" kam Stephan Kleineberg auf die "Borkenkäfer", die VW- Käfer und Bullies aus Betonguss (Fondue lafarge), die er in eine Latexform gießt und mit den Händen im Prozess des Erstarrens beliebig verformen kann, eine bewusste Verfremdung durch Manipulation der Form und später auch durch Farbe, trotzdem mit hohem Wiedererkennungswert. Ein Stück wird nie wie das andere, es bleibt individuell, und doch ähneln sie einander in ihrer Häufung zum Verwechseln: Massenproduktion, in der aber das einzelne Objekt unverwechselbar bleibt, da jedes von Hand geformt ist, Massenproduktion also, ohne die die Autoindustrie heute nicht mehr funktioniert. Reizüberflutung zudem ls Stielmittel, nicht nur ein einziges Auto, sondern eine drastische Vervielfältigung.
Stephan Kleineberg hat ein überaus beliebtes Industrieprodukt unserer Konsumgesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes auf seinen Schild gehoben, den Fetisch- Charakter des Autos betont, ein Industrieobjekt zum Idol, zur Ikone werden lassen, zum "Andenken".

Dr. Ulrika Evers